Hantavirus-FAQ
Häufig gestellte Fragen zum Hantavirus und wie Hantascan Ausbrüche weltweit verfolgt.
Was ist das Hantavirus?+
Hantaviren sind eine Familie von Viren, die von Nagetieren übertragen werden. Sie können beim Menschen zwei schwere Krankheiten verursachen: das Hantavirus-Lungensyndrom (HPS), das hauptsächlich in Amerika vorkommt, und das hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS), das hauptsächlich in Europa und Asien auftritt. Die Infektion erfolgt typischerweise durch Einatmen von aerosolisierten Partikeln aus Nagetierkot, -urin oder -speichel.
Wie infiziert man sich mit dem Hantavirus?+
Der häufigste Infektionsweg ist das Einatmen von Staub, der mit Nagetierkot, -urin oder Nistmaterialien kontaminiert ist. Seltenere Wege sind der Biss eines infizierten Nagetiers oder das Berühren kontaminierter Oberflächen und anschließendes Berühren von Mund oder Nase. Bestimmte Stämme, insbesondere das Andes-Virus in Südamerika, haben eine begrenzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung gezeigt.
Ist das Hantavirus von Mensch zu Mensch übertragbar?+
Die meisten Hantavirus-Stämme werden nicht zwischen Menschen übertragen. Die Hauptausnahme ist das Andes-Virus (in Argentinien und Chile), bei dem dokumentierte Fälle einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung bei engem Kontakt vorliegen. Bei anderen Stämmen bleibt die Nagetierexposition der einzige bekannte Infektionsweg.
Wo kommt das Hantavirus vor?+
Hantaviren gibt es auf allen Kontinenten außer der Antarktis. In Amerika sind das Sin-Nombre-Virus (Südwesten der USA) und das Andes-Virus (südliches Südamerika) die bedeutendsten Stämme. In Europa und Asien verursachen Puumala-, Dobrava-, Seoul- und Hantaan-Viren HFRS. Die Hantascan-Karte zeigt aktuell gemeldete Ausbruchsorte weltweit.
Was sind die Symptome des Hantavirus?+
Frühe Symptome umfassen Fieber, starke Muskelschmerzen (besonders in Oberschenkeln, Hüften und Rücken), Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schüttelfrost und Übelkeit. Nach 4–10 Tagen können Spätsymptome auftreten: Husten, Atemnot und Flüssigkeit in der Lunge. HPS kann schnell zu Atemversagen fortschreiten und ist in etwa 36 % der Fälle tödlich.
Wie wird das Hantavirus behandelt?+
Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung oder Impfung gegen das Hantavirus. Die Behandlung ist unterstützend — Patienten mit HPS benötigen Intensivpflege mit Sauerstofftherapie und maschineller Beatmung. Früherkennung und Krankenhausaufnahme verbessern die Überlebenschancen erheblich. ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) kann in schweren Fällen eingesetzt werden.
Wie kann man das Hantavirus verhindern?+
Die Prävention konzentriert sich auf die Reduzierung des Nagetierkontakts: Lücken in Gebäuden abdichten, Lebensmittel in versiegelten Behältern aufbewahren, Fallen verwenden und nagetierkontaminierte Bereiche mit Desinfektionsmittel unter Verwendung von Handschuhen und Maske reinigen. Vermeiden Sie das Aufwirbeln von Staub in geschlossenen Räumen, in denen Nagetiere genistet haben könnten. Beim Camping nicht auf dem bloßen Boden schlafen und Lebensmittel versiegelt halten.
Was ist Hantascan?+
Hantascan ist ein kostenloser Hantavirus-Ausbruchstracker, der gemeldete Fälle und Todesfälle aus offiziellen öffentlichen Gesundheitsquellen kartiert (WHO, CDC, Santé publique France und Chiles ENO-System). Die interaktive Karte wird automatisch aktualisiert und ist in 20 Sprachen verfügbar.
Wie oft wird die Hantascan-Karte aktualisiert?+
Die Kartendaten werden automatisch nach einem regelmäßigen Zeitplan aktualisiert, sobald neue Berichte von den Quellagenturen eingehen. Das Dashboard zeigt den Zeitstempel des letzten Datensnapshots an.
Woher stammen die Daten?+
Hantascan aggregiert Daten aus vier offiziellen Quellen: WHO Disease Outbreak News, das nationale meldepflichtige Krankheitsüberwachungssystem (NNDSS) der CDC, Frankreichs Odissé-Plattform (Santé publique France) und Chiles obligatorisches Meldesystem ENO. Die Daten werden vor der Anzeige dedupliziert und geokodiert.
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